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Spätestens im Herbst sollen Kinder einziehen


Renovierungsarbeiten im „Waldhaus Viktoria“ im Bilsteintal / Waldkita wird Mieter

Es ist das nächste Großprojekt und ein weiterer Baustein im Bilsteintal-Konzept: Wo sich einst der Arbeiternachwuchs aus dem Ruhrgebiet erholte, sollen bald wieder Kinder sowie Jugendliche spielen und auch übernachten. Bis es aber soweit ist, der Wandel vom maroden „Haus Viktoria“ zum modernisierten „Waldhaus Viktoria“ vollzogen ist, sind noch umfangreiche Investitionen und viele Ehrenamtsstunden durch den Bilsteintalverein, der das „Zechenerholungsheim“ zum 1. Januar 2021 als Pächter übernommen hatte, erforderlich. Als erster Nutzer soll im Sommer die Waldkindergartengruppe dort ihre neue Basisstation bekommen.

Für das Waldhaus Viktoria zwischen Wildschweingehege und Waldspielplatz soll es zukünftig eine zweifache Nutzung geben – auf der einen Seite als Standort für den seit 2020 unter Federführung des „forum jugendarbeit“ im Wildpark betriebenen Waldkindergartens, auf der anderen Seite als Übernachtungsmöglichkeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Für die Bilsteintaler erneut eine Mammutaufgabe, denn mit der Nutzungsänderung gab es auch Auflagen für den Brandschutz. Da weder die Wasserleitung zum Haus noch der Bachlauf nebenan im Ernstfall ausreichend Löschwasser für die Feuerwehr bieten, mussten drei große Tanks mit einem Fassungsvermögen von fast 100 000 Litern Wasser im Boden versenkt werden. Mit vielfältiger Unterstützung von Ehrenamtlern und Sponsoren wurde auch diese Herausforderung realisiert. Und auch beim Innenausbau gibt der Brandschutz an vielen Stellen die Richtung vor: neue Türzargen und -flügel müssen eingebaut, zusätzliche Decken und Wände eingezogen, in einigen Räumen sogar extra Wanddurchbrüche für weitere Fluchtwege angelegt werden.

Im ersten Bauabschnitt, dem Waldkindergarten, sind viele dieser Maßnahmen bereits umgesetzt: „Der Trockenbau ist quasi fertig“, resümierte Bilsteintal-Vorsitzender Bernd Belecke am Wochenende beim Arbeitseinsatz. Farbe an den Wänden gibt bereits einen ersten Eindruck vom künftigen Ambiente in den Räumen, „das sieht ganz anders aus als noch vor einigen Monaten, das ist wirklich schön geworden“, so der Vorsitzende. Während die neuen Brandschutzdecken bereits eingebaut sind, müssen die Türen zum Teil noch eingebaut oder überarbeitet werden, darunter auch eine größere Tür nach hinten auf die Terrasse, die nicht nur als zusätzlicher Fluchtweg dient, sondern auch den Zugang für Rollstuhlfahrer ins Erdgeschoss ermöglicht. Auch die Elektroverteilung – inklusive Brandmeldeanlage – und die Heizungsanlage – inklusive Stiefelheizung – müssen noch installiert werden, ebenso wie die Sanitäranlagen.

„Nach den Sommerferien, spätestens im Herbst“, hofft Bernd Belecke auf den Abschluss dieses ersten Bauabschnitts und den Einzug des Waldkindergartens. Die Investitionen stemmt der Bilsteintal-Verein übrigens aus eigener Tasche, refinanziert durch die Mieteinnahmen.

Viel Eigenleistung, viele Investitionen und ein Zuschuss durch Fördermittel fließen in den zweiten Bauabschnitt. Auch hier stehen aktuell in vielen Räumen Abrissarbeiten an – zur Optimierung der Räume ebenso wie für den Brandschutz. Zukünftig sollen im „Waldhaus“ wieder Übernachtungen möglich sein – nicht nur in den bestehenden Schlafsälen, sondern auch in neuen Räumen. Auch hier müssen Heizung, Elektrik, Sanitäranlagen sowie Türen erneuert werden. „Die spannende Frage ist, ob das Geld reicht“, so Bernd Belecke mit Blick auf das geplante Budget und die Fördermittel. Die Preissteigerungen machen natürlich auch den Bilsteintalern zu schaffen, die viel durch Eigenleistungen auffangen. Dabei werden sie von engagierten „Handwerkerteams“ des Vereins „Viktoria mit Herz e.V.“ aus Dortmund unterstützt. Die werden zukünftig, in guter Tradition der Arbeit von Pastor Enste, die regelmäßigen Freizeiten für Kinder aus der Umgebung von Dortmund wieder dort fortführen.

Gelungen ist das bereits beim Großprojekt „Alte Jugendherberge“, die zum Informations- und Besucherzentrum ausgebaut wurde, daher ist der Vorsitzende auch beim „Waldhaus Viktoria“ optimistisch, dass irgendwann auch hier wieder eine neue Nutzung stattfinden kann.

Handwerker und Bilsteintaler geben sich aber nicht nur im Haus Viktoria die Klinke in die Hand, auch in der Waldwirtschaft. Dort sind aktuell Betriebsferien in der vom Verein betriebenen Gastwirtschaft, zum Start der Osterferien wird am 1. April wieder eröffnet – in neuem Glanz: Die Beseitigung eines Wasserschadens, die neue Polsterung der Bestuhlung in der Kneipe und im großen Saal, neue Gardinen, das Überarbeiten der hölzernen Fensterläden und weitere Renovierungsarbeiten stehen bis dahin auf der To-Do-Liste.

Während in vielen Bereichen rund um das Bilsteintal die Ehrenamtler für einen reibungslosen Betrieb sorgen, so setzt man neben dem zweiköpfigen Team und den beiden FÖJ-Kräften im Bereich der Tropfsteinhöhle und des Wildparks auch in der Waldwirtschaft auf angestelltes Personal: Aktuell wird hier eine neue Serviceleitung für das Tagesgeschäft gesucht.

Neben den Renovierungsarbeiten stecken die Ehrenamtlichen aber auch in den Vorbereitungen für die Events im Jahr 2023: Auftakt ist am 1. Mai mit dem Frühlingsfest. Am letzten Sonntag in den Sommerferien (6. August) folgt der Abenteuertag mit vielen Aktionsangeboten durch Vereine, im Herbst dann das „Leuchtende Bilsteintal“ (21. Oktober)

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