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Hartelijk welkom in de Bilsteinhöhle Warstein


Audioguides ermöglichen Höhlenführungen auf Niederländisch und Englisch

C. Clewing, Warsteiner Anzeiger, 21.8.23
„Hartelijk welkom in de Bilsteinhöhle. Deze grot is vele miljoenen jaren geleden ontstaan. Aan de ronde plafonds is herkenbaar dat deze grot werd gevormd door de langdurige inwerking van water. Dit soort grotten werd door stromend water, zoals rivieren of beekjes, gedurende vele eeuwen of misschien wel millennia uitgespoeld.“ Wie viel davon haben Sie verstanden? Vermutlich ungefähr so viel, wie die Besucherinnen und Besucher aus den Niederlanden oder aus englischsprachigen Ländern, wenn sie bislang durch die Tropfsteinhöhle geführt werden. Damit künftig auch die auswärtigen Gäste „etwas davon haben und zudem noch etwas lernen“, hat Bilsteintal-Betriebsleiterin Lena Hoffeld 24 Audioguides für die Tropfsteinhöhle angeschafft. Die haben bereits ihre Feuertaufe (besser Wasser- und Sturztaufe) hinter sich und sorgten in den letzten vier Wochen bereits für viel positive Rückmeldungen: „Das kommt sehr, sehr gut an.“

Wenn die Holländer Reisezeit haben, dann sind nicht nur Skigebiete und andere Attraktionen im „Land der tausend Berge“ beliebte Ziele, sondern auch die Tropfsteinhöhle und der Wildpark am Rande des Sauerlandes zur Soester Börde. „Mindestens 20 Prozent“, schätzt Lena Hoffeld, ist inzwischen der Anteil der Besucherinnen und Besucher aus dem Nachbarland – über das Jahr verteilt. Herrscht Hochsaison, dann geht der Anteil der gelben Nummernschilder auf dem Parkplatz auch schonmal auf bis zu 80 Prozent hoch, „dann haben wir hier mehr Holländer als Deutsche.“

In der vom Bilsteintal-Verein betriebenen Waldwirtschaft hat man bereits darauf reagiert und hat Speisekarten auch auf Niederländisch gefertigt. Mit den Audioguides wurde nun der nächste Schritt vollzogen: „Die Eltern sind jetzt froh, dass sie nicht mehr alles übersetzen müssen“, berichtet Lena Hoffeld. Zumal dabei oft Fachbegriffe wie beispielsweise Stalagmiten oder Stalagtiten von den Höhlenführern genannt werden – „das sind auch Wörter, die man als Holländer im Deutschen nicht unbedingt kennt und sofort parat hat“.

Im Vorfeld hat das Höhlenführer-Team für die Audioguides sieben Stationen innerhalb der halbstündigen Höhlentour festgelegt und entsprechende Erläuterungen auf Deutsch niedergeschrieben. Diese wurden anschließend ins Niederländische und ins Englische übersetzt. Das Einsprechen der Informationen erfolgte „natürlich nicht mit dem Headset am eigenen Schreibtisch“, sondern durch Sprecher-Profis. Zum Start hat man erstmal zwei Sprachen ausgewählt, weitere können aber theoretisch noch aufgespielt werden.

Die Handhabung ist einfach: Die Audioguides werden auf Wunsch am Höhleneingang ausgegeben. Die Nutzer müssen dann erst die Sprache „English“ oder „Niederlands“ auswählen und anschließend die Nummer der entsprechenden Station drücken: „Please select a number“ – „Maak uw keuze“. Die entsprechende Zahl sagen die Höhlenführer an – zwar noch auf Deutsch, aber mit dem passenden Fingerzeig verstehen das dann doch auch die ausländischen Gäste. „Wir haben aber auch schon darüber nachgedacht, die holländischen Zahlen zu lernen“, schmunzelt Lena Hoffeld. Viele Nutzer hätten seit der Inbetriebnahme vor rund vier Wochen das Gerät aber auch schon ohne weitere Ansage bedient: „Wenn die Gruppe stehen bleibt, drücken die meist schon automatisch die nächste Nummer.“ Die Geräte selbst sind so groß wie ein Smartphone – „telefonieren kann man damit aber nicht“, so Lena Hoffeld: „Aber in der Höhle wäre sowieso kein Empfang.“ – und müssen ans Ohr gehalten werden. Zwei Kopfhörer lassen sich an den Audioguides anschließen per Klinkenstecker – wer seine eigenen mitbringt, kann diese natürlich nutzen. Auf die Anschaffung von Kopfhörern hat man seitens des Bilsteintal-Teams bewusst verzichtet: Nicht nur aufgrund der Investitionskosten, sondern auch aufgrund der Hygienevorschriften, denn diese müssten nach jedem Einsatz aufwändig gereinigt werden. Bei den wasserdichten und stoßfesten Audioguides ist dies deutlich einfacher. Zwar hätte man auf Einweg-Kopfhörer zurückgreifen können, was aber neben Kosten auch Müll produziert hätte.

Zu Museen mit Audioguides gibt es aber in der Tropfsteinhöhle einen entscheidenden Unterschied: Aus Sicherheitsgründen dürfen die Besucherinnen und Besucher nur in Kleingruppen und in Begleitung eines Höhlenführers bzw. einer Höhlenführerin durch das Naturdenkmal gehen. Mit den Audioguides war inzwischen sogar schon eine 22-köpfige Reisegruppe in der Höhle unterwegs, um die Tropfsteine zu bewundern. Sind es nur wenige Nutzer, dann werden diese bei einer deutschsprachigen Gruppe mitgenommen – „dann sind meist die ohne Audioguides vorne und die mit hinten“. „Wir mischen die Führungen, das funktioniert gut“, weiß die Betriebsleiterin aus den ersten Nutzungstagen zu berichten.

Rund 7 000 Euro hat der Bilsteintal-Verein in diese Neuerung investiert – für die Höhlenbesucher bietet man diesen Extraservice aber kostenlos an ohne einen Aufschlag auf den normalen Eintrittspreis. „Jetzt haben sie viel mehr davon“, so Lena Hoffeld, was auch schon zu „sehr viel positivem Zuspruch“ geführt habe. Und weil die Nachfrage aus den Niederlanden so groß ist, überlegt man im Bilsteintal zukünftig neben den Audioguides auch Führungen auf holländisch anzubieten. Ein Warsteiner, der bereits bei den Übersetzungen unterstützte, hat hier Interesse bekundet, entsprechende Touren für Reisegruppen nach entsprechender Voranmeldung durchzuführen. Darüber freut sich Lena Hoffeld ganz besonders, denn sie weiß aus eigener Erfahrung von zahlreichen Touren durch die Unterwelt: „Eine persönliche Führung ist immer besser als ein Audioguide…“

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